Einsatz November 2025/Teil 1
Der vorletzte Monatseinsatz für dieses Jahr hat begonnen. Leider blieb unsere Hoffnung, einen etwas ruhigeren Start zu haben unerfüllt und es ging gleich wieder los.
Wie wir euch im letzten Monat berichteten, konnten wir Iris und ihre kleinen aus schlechter Haltung befreien.
Leider musste die kleine Steffi ( Bild Links) notfallmässig in die Tierklinik. Steffi war bereits bei Ankunft die Kleinste der 4 Babys. Nun wurde bei Ihr ein angeborener Herzfehler diagnostiziert. Hinzu kommt noch eine beidseitige Lungenentzündung.
Ganze 3 Tage konnten wir nicht sicher sein, das die kleine Maus überlebt. doch gestern kam der Anruf der Klinik, dass Steffi die Medikamente und die Behandlungen gut verkraftet hat und über den Berg ist.
Am Freitag werden wir die kleine Maus wieder zu uns holen und sie dann in der beheizten Krankenstation unterbringen. Welche Kosten jetzt auf uns zu kommen werden wir erst am Freitag wissen. Doch wieder sind es Ausgaben, die wir nicht vorplanen konnten.
Auch ihre Mami iris und die Geschwister werden am Freitag mit in die Klinik fahren. Iris benötigt eine gründliche Untersuchung ihres linken Vorderbeinchens und die Geschwister werden der Augenärztin vorgestellt.
Auch der erste Neuzugang ist wieder zu verzeichnen. Ein ca. 10-11 Monate junger Rüde konnte gerettet werden, den sein Besitzer auf offener Straße erschlagen wollte. Ein weiterer Notfall ist ein ca 5 jährigen Rüde den wir auf Grund eines Hilfeersuchens unserer Tierklinik aufgenommen haben. Er ist völlig abgemagert und befindet sich derzeit in unserer Obhut. Es wurde versucht den Hund zu vergiften. Dank den tollen Klinikärzten konnte sein Leben gerettet werden
Zum Glück konnten letztes Wochenende einige unserer Schützlinge in ihre neuen Familien reisen, so das wir für die Neuankömmlinge freie Plätze schaffen konnten.
In der kommenden Woche werden wir wieder in die Tötungsstation fahren um dort die dringendsten Notfälle herauszuholen.
Nach langen Recherchen ist es gelungen, auch eine Tötungsstation in Ostungarn zu schließen. Das ist der Ausdauer unserer ungarischen Tierschützerinnen zu verdanken, die sich viele Nächte und Tage um die Ohren schlugen um genügend Beweismittel zu sammeln. Auch von dort werden wir noch einige Hunde bei uns aufnehmen.
Natürlich möchten wir uns auch wieder bei unseren Sammelstellen und allen Gönnern bedanken, die dafür sorgten, das wir wieder mit vollem Transporter und Anhänger zu unseren Schützlingen zurückfahren konnten. Ohne Unterstützung wäre das alles hier nicht möglich.
Neues von Iris und Ihren Welpen... und Jenna....
(Stand 09.11.2025)
Endlich war es soweit und wir konnten mit Iris und ihren Babys in die Tierklinik.
Iris Beinchen wurde gründlich untersucht und geröntgt. Die Fehlstellung des linken Beinchens ist kein genetischer Defekt, sondern eine nicht behandelte Bruchverletzung, die auf Fremdeinwirkung zurückzuführen ist. Da diese Verletzung nicht rechtzeitig versorgt wurde, hat auch ein Gelenk Schaden erlitten.
In den kommenden Tagen werden wir mit den Spezialisten besprechen was wir hier tun können. Das wichtigste derzeit ist, das Iris keinerlei Schmerzen hat und fröhlich und aufgeschlossen ist.
Ihre Tochter Nicky wurde der Augenärztin vorgestellt. Leider können wir für sie nicht viel tun. Sie wurde bereits blind geboren.
Derzeit bekommt sie mehrmals täglich Augentropfen, damit die Augen genügend >Feuchtigkeit behalten .
Die Augen der anderen Geschwister (Steffi, Annemie und Jakomo) sind zum Glück gesund.
Auch Jenna war mit in der Klinik. Ihr rechtes Auge wurde untersucht, da Sie es nie ganz öffnet. Jenna leidet an einem Entropium und benötigt intensive Behandlung. In der Klinik bekam sie eine Injektion direkt ins Auge. Nun bekommt sie 2 mal täglich spezielle Augentropfen und 10-15 mal täglich künstliche Tränenflüssigkeit. Am 21.11. findet dann ein Kontrolltermin statt. Jenna hat gute Chancen, das wir ihr Augen heilen können.
Die kleine Steffi konnte am Freitag, nach einer Woche die Klinik verlassen. Dank der sofortigen Behandlung der Tierärztin und den täglichen Infusionen und Medikamente ist die kleine Maus außer Lebensgefahr. Nun benötigt sie noch 2 Wochen Antibiotika und wird am 21.11. ebenfalls zur Kontrolle in der Klinik vorgestellt.
6 Hunde an einem einzigen Tag in der Klinik, haben natürlich erneut HOHE Klinikkosten für Untersuchungen, Behandlungen und Medikamente verursacht. Insgesamt 250.356,00 Forint (650,68 Euro) sowie 111.600,00 Forint (290,05 Euro) für Spezialfutter, die es jetzt wieder aufzufangen gilt.
Im Namen der Hunde danken wir jedem, der uns hierbei unterstützen kann.
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Einsatz November 2025/Teil 2
Und wieder liegen Tage voller unvorhersehbaren Überraschungen hinter uns.
Voreinigen Wochen nahmen wir zwei Shiba Inu bei uns auf. Vorgestern ging es Sancho plötzlich sehr schlecht. Er war apathisch und nicht in der Lage sich auf den Beinen zu halten. Sofort brachten wir ihn in die Klinik. Dort stellte man fest, das Sancho Symptome einer Borelliose aufwies die mit Blutarmut einher ging. Sofort wurde eine Bluttransfusion durchgeführt, sowie alle notwendigen Injektionen verabreicht. Gestern fand der Kontrolltermin statt und Sancho bekam noch eine Infusion.
Am Mittwoch fand wieder ein Einsatz in der Tötung in Nordungarn statt. Wieder ist diese Station völlig überfüllt. 4 Hnde konnten wir jedoch bereits mitnehmen und weitere werden wir holen, sobald wir freie Quarantäneplätze haben. Der Gedanke dort nur 4 Hunde gerettet zu haben ist unerträglich, da uns die hoffnungsvollen und flehenden Blicke selbst in der Nacht verfolgen.
Während Regina und Melinda gestern zu uns kamen um die Neuankömmlinge der letzten Wochen zu fotografieren, wurde uns ein weiterer Notfall gebracht. Natürlich haben wir die Aufnahme nicht verweigert, obwohl wir eigentlich selber derzeit voll sind.
Doch wer vermag einen notleidenden Hund abzulehnen. So wurde sofort eine Lösung gefunden und wir konnten dem Hundemann Obhut gewähren.
In dieser Woche wurden wieder unsere Neuzugänge zu Erstversorgung zum Tierarzt gebracht.
Wieder eine arbeitsreiche Woche konnten wir hinter uns bringen.