Erfahrungen mit geretteten Hunden aus dem Auslandstierschutz.

Ein Thema das mir sehr am Herzen liegt.

Immer wieder hören wir, das Hunde aus dem Ausland doch sicherlich unberechenbar, schlecht sozialisiert oder gar problematisch wären.

Ich weiß nicht wer diese Meinung gestreut und in die Welt gesetzt hat. Meine Erfahrung ist eine völlig andere. nach nun mehr als 10 Jahren im Auslandstierschutz habe ich noch nie Schaden durch einen unserer Schützlinge genommen. Wurde noch nie von einem dieser Hunde gebissen und habe noch nie in meinem Leben soviel Dankbarkeit erfahren. Alle diese Hunde kommen mit reinem Herzen und reiner Seele in unsere Obhut. Egal was auch immer sie vorher durchleben mussten. Mit Geduld und Zuneigung konnten wir bisher noch jede Hürde nehmen. Das nachfolgende Video zeigt Hunde, die erst vor wenigen Tagen von uns aus den schlimmsten Situationen gerettet werden konnten. Nicht einer ist dabei, der die Zuneigung von uns nicht angenommen hat. Auch wenn der ein oder andere vielleicht ein paar Tage benötigt, um zu verstehen, das nicht jeder Mensch Prügelt, tritt oder anderweitig misshandelt. Lässt man ihnen Zeit, dann sind sie alle dankbar und froh..... Doch lasst die Bilder für sich sprechen, dann sollte jeder verstehen warum es sich lohnt für jedes einzelne Leben zu kämpfen....


WARUM KOSTE ICH GELD?

Immer wieder begegnet einem Tierschützer die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Schutzgebühr.

Geradezu hitzig werden die Diskussionen besonders gern, wenn das Tier auch noch alt ist oder vielleicht sogar behindert, bzw. krank.

Nicht selten mussten wir uns sogar schon den Vorwurf anhören, man würde an den Tieren auch noch selbst Geld verdienen.

Wenn man schon "gebrauchte" Tiere versuchen würde zu vermitteln, dürfe man doch nicht auch noch Geld dafür verlangen.

DAZU MÖCHTEN WIR NUN NOCHMALS EINIGE PUNKTE KLARSTELLEN:

Also warum sollte man keine Tiere im Tierschutz verschenken?

Diese Frage ist für uns ganz klar zu beantworten:

- Punkt 1:

Nichts auf der Welt ist kostenlos. Noch nicht einmal der Tod.

Ein Tier im Tierschutz muss medizinisch versorgt werden, das machen Tierärzte in der Regel nicht umsonst.

Wenn man Glück hat - aber auch nur dann - höchstens günstiger.

Sie müssen geimpft, gechipt, kastriert, entwurmt und entfloht werden.

Manche brauchen Operationen, die ihre Vorbesitzer zum Beispiel nicht bezahlen wollten und die ein Tierschutzverein dann auf sich nimmt um dem Tier das Leben zu retten.

Jedes Tier hat Hunger und möchte fressen und das jeden Tag, egal wie lange es beim jeweiligen Verein oder der jeweiligen Pflegestelle ist.

Sie brauchen Halsbänder, Geschirre, Leinen, Betten, Spielzeuge, Maulkörbe, Näpfe. So wie jedes andere Tier auch. Auch das ist selten kostenlos.

Bei Auslandstieren kommt dann noch der Transport ins neue Zuhause hinzu. Egal, ob per Auto oder per Flugzeug, umsonst ist es leider nie.

Viele Tierschützer fahren täglich hunderte Kilometer um verletzte Tiere von den Straßen aufzusammeln oder einfach um Futter hin- und herzutransportieren oder Tiere von A nach B zu bringen.

Auch Benzin kostet Geld und das nicht wenig. Egal, wo auf der Welt.

Spezielle Behandlungen von kranken, alten, sehr jungen und schwachen Tieren sind hier noch nicht einmal berücksichtigt.

In der Regel können diese gesamten Kosten überhaupt nicht abgedeckt werden durch eine Schutzgebühr, die zwischen 300-450 € oder auch mehr liegt. Wer rechnen kann, sollte sich darüber bewusst sein, dass es sehr schwer ist, daran also auch noch Gewinn zu erzielen.

Das leitet auch zum nächsten Aspekt über, der uns noch viel wichtiger ist:

- Punkt 2: Der Schutz des Tieres.

Eine "Schutzgebühr" trägt ihren Namen nicht umsonst.

Wikipedia definiert diesen Begriff unter anderem so:

".. Die Schutzgebühr ist nicht kostendeckend. Sie ist eine Alternative zur kostenlosen Abgabe und gibt dem ansonsten zu verschenkenden Kaufgegenstand eine gewisse Wertigkeit. Mit der Erhebung einer Schutzgebühr kann man sicherstellen, dass nur Personen, die ein tieferes Interesse an einer Sache haben, diese anfordern."

Treffender könnte ich es nicht formulieren.

Leider haben auch wir in unserer gesamten Tierschutzzeit schon sehr, sehr, sehr viele schlechte Erfahrungen mit verschenkten Tieren gemacht.

Leider ist es in unserer Gesellschaft doch meist der Fall, dass einem etwas, das etwas gekostet hat gleich viel mehr wert ist und man sich auch vor der Ausgabe mehr Gedanken darüber macht.

Das mag hart klingen und es gibt natürlich wie überall auch wieder Ausnahmen, darüber braucht man nicht diskutieren.

Wir würden Schutzgebühren immer wieder sammeln für Stellen, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten und die beispielsweise sehr viele Tiere bei sich aufnehmen oder retten.

Oder Schutzhöfe oder andere Tierschutzprojekte.

Doch wer privat ein Tier adoptieren möchte, der sollte diese Kosten aus unserer Sicht ganz klar aufbringen können.

Denn ein Tier kostet auch danach noch Geld.

Versicherungen, Steuern, Impfungen, Futter, Ausstattung, Operationen etc etc.

Deshalb können wir nur jede Organisation oder jeden Menschen, der sein Tier abgibt, bitten:

Erhebt eine Schutzgebühr für euer Tier!!

Verschenkt NIEMALS an privat.

Die Seele eines Lebewesens ist so oder so unbezahlbar.

Da sollten jene, die versuchen sie zu retten sich nicht auch noch Vorwürfe anhören müssen, warum die Welt nicht kostenlos ist.


Dies ist nur ein Beispiel der grausamen Realität gegen die wir und unsere Tierschützer ankämpfen.

Stell dir vor, du bist ein Hund. Du lebst mit deinem Herrchen glücklich, obwohl ihr in ganz bescheidenen Verhältnissen lebt, aber egal, wichtig ist, du darfst überall an seiner Seite sein - bis du eines Tages im Morgengrauen durch das verzweifelte Stöhnen deines Herrchens aufwachst ... er atmet heftiger und verblasst dann plötzlich, beruhigt sich und schließt die Augen - für immer. Traurig liegst du neben ihm, wartest und hoffst dass er noch aufsteht. Dann hörst du Lärm, Leute kommen, immer mehr Leute und du weisst nicht, was los ist.

Du kannst einfach nur daran denken, du musst ihn beschützen, auch wenn es dein Leben kostet, weil er dir das Leben bedeutet. Du schaffst das, niemand darf sich euch nähern, Du bist endlich wieder zusammen mit ihm, nur du und er. Aber bald kommt ein weitere Mensch, ein Mann, der sich hinter seinem langen, Schlingenstab sicher fühlt. Er streift die Schlinge über deinen Kopf und zieht deinen sich windenden kleinen Körper hinter sich her. Du drehst durch und schreist verzweifelt: Nimm mich nicht, ich will bei ihm bleiben! Bei dem, der mich liebt und den ich liebe! Töte mich lieber, aber bring mich nicht weg! Nachdem er dich grob in einen Käfig wirft, hast du keine Kraft mehr zu kämpfen, du liegst nur noch halb tot vom würgenden Griff der Schlinge am Boden der Kiste. Nach einiger Zeit findest du dich in einem größeren Gitterkäfig wieder. Es ist kalt. Kein heißer Ofen, kein Kaffeegeruch vom Herrchen.... Da ist nur Weinen, Angst und Verzweiflung. Und du hörst die Stimme des Bösen: Beruhige dich, mein Kleiner, dein Wunsch wird bald erfüllt, und der erlösende Tod wird kommen ...

Tausende von Hunden werden jedes Jahr in den Tötungsstationen Ungarns getötet.

KORMI wurde gerettet.

Ich hoffe, sein Herrchen, Onkel Peter lächelt da oben


Warum wir Tierschutz leben?

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt, und sie ist so einfach zu beantworten: Weil viel zu viele Menschen ihnen Schmerz, Leid und Qualen zu fügen. Weil es unser aller Pflicht ist jede Form und Art von Leben zu respektieren und Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Weil diese Seelen ohne Tierschutz keine Chance auf ein qualfreies Leben erhalten und weil wir alle von diesen Kreaturen soviel lernen können.

Mit jedem Tag den man aktiv für diese Hunde kämpft, mag man seine eigenen Artgenossen immer weniger. Warum? Auch das ist einfach zu beantworten. Weil alles Leid auf dieser Welt ausschließlich vom Menschen ausgeht. Weil Geltungsbedürfnis, Habgier, Neid, Hass, Wut und Rücksichtslosigkeit das Abbild des menschlichen Charakters sind. Wie sonst soll man soviel Elend und Not erklären.

Oft werden wir gefragt was uns antreibt das alles zu ertragen. Immer wieder heisst es: "Ich könnte das nicht."

Auch für uns Tierschützer ist es kaum zu ertragen. Aber soll man deshalb das Leid auf dieser Welt einfach geschehen lassen und Hilfe verweigern? Einfach wegsehen weil es einen selber ja nicht direkt betrifft? Macht das dann für die Menschen die Welt perfekt? Leider sehen es sehr viele so. Wieder ein Grund mehr sich von Menschen fernzuhalten.

Mich erfüllt es mit großer Dankbarkeit, Menschen um mich herum zu haben, die mit Herz und Seele Tierschtz leben. Menschen, denen es wichtiger ist die Welt ein kleines bißchen besser zu gestalten, auch wenn es immer wieder nur für einzelne dieser Tiere sein wird. Doch jedes gerettete Leben zählt mehr als alles andere.

Auch wir vergießen oftmals Tränen, beim Anblick der Hunde, auch uns zerreisst es innerlich und wir fühlen uns oft alleine und schwach. Liegen in den Nächten wach, aus Verzweiflung nicht zu wissen was wir mehr tun können, nicht zu wissen wie wir die Kosten für jede einzelne Rettung aufbringen können oder nicht zu wissen wie und wo wir notleidende Tiere unterbringen können. Und doch schaffen wir es immer wieder GEMEINSAM Lösungen zu finden und Hilfe leisten zu können.

Was ist der Lohn für unsere Arbeit? Auch das ist eine Frage die uns immer wieder gestellt wird.

Der Lohn für all das ist unendliche Danbarkeit, Liebe , vertrauen und Zuneigung, die uns unsere Schützlinge Tag für Tag schenken. Es sind Ihre Augen, in die das Strahlen zurückkehrt. Es ist die Lebensfreude und die Hoffnung, die sie uns jeden Tag entgegen bringen. Und es sind die innigen Momente, die wir mit ihnen teilen dürfen.

Doch in Worten ist das nicht zu beschreiben. Die nachfolgenden Bilder sprechen da für sich.


Der Betrug

„Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt, denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.

Und wird es nicht allenthalben empfohlen, man soll gute Hunde beim Züchter holen?

Und alle Erwartungen trafen ein: Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.“

„Mich hat man am Strand draußen aufgelesen, da bin ich seit Monaten schon gewesen.

Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen, dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.

Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh. Hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh‘.“

„Ich wurde in einer Tonne geboren, meine Finder gaben mich schon verloren.

Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen, und auf einem Auge kann ich nicht sehen.

Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum. Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.“

„Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt. Man pflegte mich gut in der großen Stadt.

Sie haben mich sogar angezogen, operiert und die Ohren hochgebogen.

Dann wurde ich an einen Baum gebunden, dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.“

„Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen. hast bis jetzt nur mit der Nase am Gitter gerochen.

Wenn sie kommen, um einen auszusuchen, verschmähst Du all ihre Hundekuchen.

Siehst niemanden an und willst Dich nicht binden. Möchtest Du keine neue Familie finden?“

Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort. Der Blick des Gefragten driftet weit fort.

Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft, der Körper ist mager und doch voller Kraft.

Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht den Wind, der von Norden herüberstreicht.

"Versteht ihr nicht", flüstert er in den Wind, "dass wir nur eine Laune der Menschen sind?

Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen und wissen doch nicht wohin mit uns allen.

In dieser Sekunde sind wir schon verloren, denn es werden Tausende Welpen geboren.

Wir sind zu viele, das ist der Betrug, denn Menschen bekommen niemals genug.

Sie wissen es alle, doch die dauernde Flut, immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.

Die endlosen Züge der Überschussfracht sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht."

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang. Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.

Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still, weil das, was er weiß, niemand wissen will.

Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt. Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt...

gefunden im Internet und unter Tränen abgeschrieben

Verfasser leider unbekannt


TIERSCHUTZARBEIT EINMAL AUS MEINER GANZ PERSÖNLICHEN SICHT.

Warum so viele Tierschutzvereine scheitern?

Das dumme und anstrengende an der Arbeit für Tiere ist die Tatsache, dass es eigentlich die Arbeit mit Menschen ist, die diese Arbeit erst ermöglicht.

Menschen sind schwierig. Menschen die Tiere verstehen und lieben, sind nicht unbedingt die größten Menschenfreunde. Menschen, die im Tierschutz aktiv sind, haben meist alle ihre eigene, nicht immer leichte Geschichte, die sie erst an dieses Thema herangeführt hat. Da schließe ich mich nicht aus . Aber wir alle müssen zwingend zusammenarbeiten, wenn es funktionieren soll und es wirklich ernst meinen.

Natürlich kann man auch privat, für sich allein viel bewegen. Doch wer sich privat im Tierschutz engagiert kommt irgendwann an Grenzen. Privatpersonen können nur ein gewisses Pensum schaffen, Privatpersonen können keine Spendenquittungen ausstellen, Privatpersonen verfügen allein meist nicht über die dringend benötigten Mittel, um umfassend und effektiv zu helfen. Taucht man erst einmal in die Szene ein und ist nicht aus Stein, dann möchte man umfangreicher helfen, das ist sicher! Auf unseren Seiten und Social Media auftritten über Tierschutz zu schreiben macht mir Freude. Es ist das, was ich eigentlich immer wollte. Aber effektive Hilfe benötigt Strukturen und Gemeinschaft.

Also tat ich das, was ich eigentlich nie wollte, ich gründete einen Verein. Das ist nun drei Jahre her. Ich bin zwar überglücklich über das Erreichte, aber verfluche mich dafür, daß ich diese Idee gegen jedes Bauchgefühl trotzdem verwirklichte. Denn der Preis dafür ist die persönliche die Freiheit. Vereinsarbeit ist völlig anders, Vereinsarbeit ist zeitaufwendiger als allein zu arbeiten und Vereinsarbeit bedeutet persönlichen Verzicht. Verzicht auf Freizeit, soziale Kontakte zu Freuden und Verwandten Verzicht auf jede Art der Selbstbestimmung.

Viele Freunde unseres Vereines wissen gar nicht, wer wirklich hinter den meisten unserer Aktivitäten steckt, welche enormen Strukturen aufgebaut werden mussten, welche Kontakte und Vernetzungen dafür nötig waren und selbst enge Mitstreiter ahnen nur, was es bedeutet, jeden Tag, 365 Tage im Jahr, ein Rad zu drehen, das jeden Tag größer wird um die immer größer werdenden Erwartungen erfüllen zu können.

Kaum jemand kann sich vorstellen, was es wirklich bedeutet, einen Verein (eine Gemeinschaft) zu führen, der Hoffnung schenkt und wo Lebewesen auf Gedeih und Verderb zum Überleben auf das Funktionieren dieser Gemeinschaft angewiesen sind (die hungrigen und kranken Tiere). Eine Gemeinschaft deren Mitarbeiter nicht entlohnt werden können, die einzig zur Arbeit erscheinen oder spenden, weil sie Lust dazu haben, die jeden Tag ausfallen oder hinwerfen könnten, was auch regelmäßig geschieht, die manchmal auch unfähig sind oder unfair und deren Bindung an den Verein jeden Tag aufs Neue erbettelt, ermutigt, erkämpft oder beworben werden muss. Das tut der Chef.

Der „Chef“ in diesem Fall bin ich. Ein Chef, der ohne Bezahlung und Dankeschön rund um die Uhr (und damit meine ich wirklich, rund um die Uhr!) zur Verfügung steht und alles einbringt, was er irgend kann und hat. Der über rechtliche und steuerliche Vorgaben wachen muss, Kontakt hält zu Spendern, Partnervereinen, Aktiven, Adoptanten, Pflegestellen, Medien, Behörden, Sponsoren, Mitstreitern, der alle Genannten in Balance und bei Laune halten muss, der die Veröffentlichungen einholt, übersetzt, erstellt, bearbeitet, teilt, kommentiert, erwidert oder verbessert, Ausfälle ersetzt und dazu noch 1000 andere Dinge im Vorbeigehen erledigt. Dinge die vom Kisten schleppen bis zu anspruchsvollen Verhandlungen mit inn- und ausländischen Behörden so ziemlich alles beinhalten.

Ein Chef, der ganz gleich, wie es ihm selbst gerade geht, dabei stets positiv, freundlich, höflich und ausgleichend, gleichzeitig aber zielgerichtet und energisch auftritt, oder das zumindest versucht,…. denn jeder Fehler kostet entweder Geld, den Ruf, wichtige Verbündete oder noch schlimmer …Tierleben. Ich habe panische Angst vor Fehlern. Denn Immer werden dann die darunter leiden, die sich auf mich verlassen und deren einzige Chance es ist das ich funktioniere.

Am schlimmsten sind die schlaflosen Nächte in denen man Angst verspürt das man versagt, das sich Spender und Sponsoren abwenden und damit das Todesurteil für die auf Hilfe hoffenden Seelen zu verantworten hat.

Kein Geld – kein Futter, kein Geld – keine medizinische Behandlung, keine Texte und Veröffentlichungen- keine Adoptionen und Spender und damit die Möglichkeit, auf die täglichen Hilferufe einzugehen, die jeden Morgen in der Post sind. Sie kommen von Tieren und Menschen, die mir sehr am Herzen liegen. Wie ich auf diese Hilferufe reagiere, entscheidet nicht selten über Leben oder Tod.

Also liefere ich das Gewünschte. Meist macht es mir großen Spaß, denn jedes Mal, wenn sich der Ausdruck im Gesicht eines Tieres nach der Rettung von blankem Elend in satte Zufriedenheit verwandelt, geht mir das Herz auf und diese Freude nutzt sich nie ab.

Viele Kontakte, die verbunden mit diesen Tätigkeiten in mein Leben hereinbrachen, hatte ich mir nie gewünscht. Niemand wünscht sie sich! (Hundefänger, Tierquäler, Betreiber der Tötungsstationen…. U.v.m. Auch diesen Kreaturen muss ich mit einem freundschaftlichen Lächeln entgegentreten. Denn gespielte Freundlichkeit gegenüber diesen Menschen bedeutet LEBEN. Konfrontationen bedeuten TOD. Also lacht man mit Menschen mit denen man nicht lachen möchte, schüttelt Hände, die man nicht schütteln will und führt Gespräche die einem Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Ich bedanke mich eigentlich den ganzen Tag. Pausenlos. Bei den Mitarbeitern, weil sie beitragen, bei den Spendern, weil sie spenden, bei den Rettern, weil sie retten und bei den Adoptanten, weil sie adoptieren. Mein eigener Part fällt meist in die Rubrik „Selbstverständlich“.

Jeder, der seinen Teil dazu beiträgt, hat diesen Dank auch verdient und er kommt ehrlich und von Herzen. Manchmal staune ich nur noch, wie hingebungsvoll einige unserer Mitstreiter Zeit, Geld und Energie für die Sache investieren, bin fast beschämt über die Großzügigkeit unserer Spender, mit dem Wissen wem es leichter oder schwerer fällt. So viele verzichten auf Dinge, nur um bei uns helfen zu können und trotzdem muss ich jeden Tag aufs Neue bitten, mehr von allem zu erhalten, mehr Einsatz, mehr Geld, denn das Rad wird ständig größer und es muss laufen.

Viele wissen nicht, dass fast alle von uns dies neben einem Fulltimejob bewältigen. Ein Job, der zum Glück oft die Zeit lässt, nebenbei schnell etwas zu bearbeiten. Was nicht erledigt werden kann, wird in die Nachtstunden gepackt. Meine Nächte sind kurz geworden. Trotzdem gibt es immer wieder Beschwerden, wenn sich etwas verzögert, wenn Fehler passieren oder nicht angemessen reagiert wird. Ich bin keine Maschine, manchmal zu emotional, manchmal nicht genügend informiert, manchmal einfach … Ich.

Es gab keine Anfeindung, keine üble Nachrede, keinen Vorwurf, keine Häme, die nicht bereits über mich ausgeschüttet wurde, weil ich tue, was ich tue und wie ich es tue. Anstatt mich in schädliche Diskussionen verwickeln zu lassen, anstatt diese Menschen samt ihren Unverschämtheiten und Lügen öffentlich in der Luft zu zerreißen, was zugegebenermaßen manchmal sehr reizt, (und wozu ich rhetorisch und auch von meinem Temperament her durchaus in der Lage wäre) , stelle ich eigene Befindlichkeiten grundsätzlich zurück, atme tief durch und denke an die, die jetzt von meiner Geduld abhängig sind. Es geht um die Tiere. Alles, was gut für den Verein ist, ist gut für sie. Leider ist es längst nicht immer gut für mich. Jeder, der bei uns mitwirkt, tut es für die Tiere, nicht für mich. Manchmal habe ich den Eindruck, das wird verwechselt.

Delegieren ist eine tolle Sache. Wer sich etwas im Vereinsrecht auskennt weiß, dass letztlich immer der Vorstand haftet. Jeder andere im Verein kann bei jedem Fehler sagen…ooops, sorry…mir reicht es jetzt, …und weg ist er. Nicht, dass das nicht bereits passiert wäre. Umfangreiche Hilfe benötigt feste Strukturen. Wir haben tolle Leute, wir haben die Besten, trotzdem lässt sich ein Teil der Arbeit und die Verantwortung nicht delegieren. Man haftet nicht nur finanziell und rechtlich, man hat auch seinen Namen für diese Sache gegeben und vieles, was funktioniert, funktioniert deshalb, weil die Menschen wissen, sie können mir vertrauen, sie wissen, ihre Spenden werden umsichtig eingesetzt und ihre Arbeit wird sehr wertgeschätzt. Auch wenn man es nicht immer wieder äußert. Auch wenn es harte Diskussionen gibt und der Tonfall manchmal sehr emotional geladen ist.

Mittlerweile glaube ich zu wissen, warum viele Tierschutzvereine scheitern. Fast alle hängen auf Gedeih und Verderb an wenigen Verantwortlichen, sie alle kennen das hier Beschriebene und je nachdem wie leidensfähig oder hartnäckig diese sind, trennt sich bald die Spreu vom Weizen. Wobei in diesem Fall die „Spreu“, nämlich alle Kämpfer an der Front, die aufgeben und hinschmeißen, mein vollstes Verständnis haben.

Nach 3 Jahren harter Arbeit sind wir nun an dem Punkt „richtig durchzustarten“, alle großen Ziele sind in Reichweite. Damit geht der Marathon jetzt erst richtig los, denn wir haben uns erst warmgelaufen. Mein erstes Ziel habe ich erreicht. Vor 3 Jahren hatten wir nichts, kein Geld, keine Unterstützer, keine Strukturen und Netzwerke, keine Ahnung! Heute tritt ein solider Verein an, mit tollen Unterstützern, gutem know-how und einem ausgezeichneten Ruf. Wir haben bereits so viel Leid gelindert oder ganz verhindert und Chancen geschenkt. Ich sollte glücklich sein, und stolz!

Aber ich bin auch müde, einfach nur unendlich müde und habe Sehnsucht nach der Zeit, als auch ich sagen konnte, „es reicht …. ich schmeiße jetzt hin“ …wenn mir etwas nicht gefallen hat, wenn jemand unverschämt war oder sich meine Interessen und Schwerpunkte änderten. Dass ich mir wieder selbst aussuchen könnte, mit wem ich Umgang pflege und welches Maß an Unverschämtheiten zu ertragen ich bereit bin. Stattdessen lebt man im Tierschutz neben den Erfolgen in ständiger Verzweiflung. wenn ich einmal zu oft vergeblich auf Solidarität von Team-Mitgliedern oder ein persönliches Wort der Anerkennung von Partnern gewartet habe, wenn unverantwortliche Menschen das ihnen anvertraute Leben nicht genügend wertschätzen, wenn Rettungsaktionen nicht gelingen oder man für manche Seelen zu spät kommt. All diese Dinge lassen einen am Sinn der Tätigkeit oft zweifeln, und doch sagt das Herz das man nicht aufhören kann zu kämpfen. Zu kämpfen gegen alle Widrigkeiten, zu kämpfen gegen Behördenwillkür und zu kämpfen für jedes einzelne Leben.

Oftmals denke ich, ich kann nicht mehr. Aber wie soll man seine eigenen Bedürfnisse erfüllen, ohne egoistisch zu sein und dabei viel Schaden anzurichten. Denn es würde zur Folge haben, Hilfsbedürftige im Stich zu lassen. Das macht mir immer wieder Kopfzerbrechen und Angst, denn niemand möchte so auf Dauer leben. Auch ich nicht!

Ich glaube, so mancher Tierschutzverein besteht nur deshalb noch, weil jemand ein freundliches Wort zur rechten Zeit sagte, weil in den Communities immer wieder wunderbare Menschen beweisen, dass es auch anders geht und weil all die großen und kleinen Wunder, die möglich sind, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, uns alle immer wieder beflügeln, trotzdem weiter zu machen.

Ich weiß sehr wohl, dass ich mich selber für diesen Weg entschieden habe, dass niemand mich gezwungen hat all diese Dinge zu ertragen. Und doch wird man oftmals von Hoffnungslosigkeit und Tränen übermannt. Von Verzweiflung nicht genug zu bewirken wohl sehend, dass sich trotz allem Einsatz nichts an der Situation und dem Leid der Tiere ändert. Das die für das Leid verantwortlichen Menschen nichts verstehen und ändern wollen. Aber darf das dazu führen aufzugeben?

Ich denke …. Nein ….. Denn all die hoffnungslosen Wesen brauchen Menschen wie uns.



Todeszelle oder Zuflucht? 

Mehr als tausend Hunde wurden in zwei Jahren in einer als Tierheim  getarnten Tötungsstation in Salgótarján getötet. Und die EU fördert derartige Stationen, anstatt den Tierschützern unter die Arme zu greifen !!! 

Das ist allerdings kein Einzelfall, denn in Ungarn gibt es überall derartige Stationen. Und gerade derzeit  wurden und werden neue Tötungen gebaut. 

Reportage eines ungarischen Reporters in Zusammenarbeit mit Fido und Newlife4Dogs

Aus Aktuellem Anlass, können Sie hier ersehen warum wir eine Private Auffangstation errichten wollen. 

https://atlatszo.hu/2018/08/13/halalsor-vagy-menhely-ket-ev-alatt-tobb-mint-ezer-kutyat-altattak-el-a-salgotarjani-lassie-allatmenhelyen/

Hier die Version mit deutschen Untertiteln:

 https://www.youtube.com/watch?v=TbLH5J8tpiY&feature=youtu.be

 


Nur gemeinsam sind wir stark.....

Getreu unserem Motto haben wir nun diese neue Facebookgruppe erstellt. Hier werden wir künftig Hunde und Informationen unserer Kooperationspartner und Partner posten. Denn Tierschützer sollten eine große und somit starke Familie sein. Nur gemeinsam können wir das Leid der Hunde wirklich effektiv bekämpfen. Wieso wir Menschen nicht wenigstens das lernen, und uns von den Hunden abschauen soll wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

In größter Not stehen diese Hunde immer noch zusammen und leben in Rudeln, wo der eine den Anderen akzeptiert.

Ein gemeinsames Ziel zu verfolgen bedeutet nicht neue Freundschaften zu schließen, jedoch die Kräfte zu bündeln um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.

Daher möchten wir in dieser Gruppe die Möglichkeit schaffen die Hunde vorzustellen, die unser aller Hilfe dringend benötigen, jedoch wegen der völlig überfüllten Auffangstationen und Pflegestellen dringend eine Lösung und Hilfe benötigen

Wir würden uns freuen wenn ihr so viele Freunde und Bekannte wie möglich auf diese Gruppe aufmerksam macht , damit wir dem Ziel noch mehr Hunden helfen zu können schnell näher kommen .