Endlich ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Tierleid.
Newlife4Dogs e.V. hat bereits vor über einem Jahr die Missstände bei der deutschen, in Ungarn lebenden Joana Wohlleben den zuständigen Behörden gemeldet. Damals konnten acht Hunde aus ihrer Haltung gerettet werden. Trotz der eindeutigen Hinweise dauerte es mehr als ein Jahr, bis die ungarischen Behörden endlich reagierten und vor Ort aktiv wurden.
Erst nach dieser langen Wartezeit wurden insgesamt 56 Hunde sichergestellt. Dank einer ungarischen Tierschützerin gelang es, den sogenannten Horror-Hof endgültig zu schließen und die Tiere aus ihrer schlechten Situation zu befreien.
Neben dem Videomaterial, das wir bei unserem Einsatz im letzten Jahr erstellen konnten, wurden uns nun weitere Bilder zugespielt, die den Zustand dort deutlich dokumentieren und von der ungarischen Tierschützerin, bei Räumung des Grundstücks erstellt wurden.
Die Bilder zeigen Hündinnen, die mit ihren kürzlich geborenen Welpen in viel zu kleinen, vollgekoteten Gitterboxen gehalten wurden. Alle Hunde völlig ausgehungert und abgemagert und mit offenen Wunden und Verletzungen.
Frau Wohlleben selbst ist inzwischen unauffindbar. Es wird vermutet, dass sie sich bewusst ihren rechtlichen Konsequenzen entziehen möchte. Der Fall verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig hartnäckiger Tierschutz und internationale Zusammenarbeit sind, um Tierleid effektiv zu bekämpfen.
Dazu wird jedoch jede Unterstützung, die möglich ist dringend benötigt, damit der Kampf gegen derartiges Tierleid auch in Zukunft möglich ist.
Einsatz Juni 2026
Gestern startete ich um 8 Uhr zu einem wichtigen Tierschutzeinsatz. Meine erste Station war die Tötungsstation in Debrecen, die etwa 235 Kilometer entfernt liegt. Dort konnte ich drei Hunde retten, die jetzt sicher und gut versorgt in unserem Tierheim FinallyGood untergebracht sind. Leider ist unser Platz im Tierheim momentan sehr begrenzt, sodass ich fünf weitere Hunde zurücklassen musste. Diese werde ich jedoch in circa zwei Wochen abholen und ebenfalls in Sicherheit bringen.
Nach dem Einsatz in Debrecen fuhr ich weitere 165 Kilometer nach Heves, um dort einen Kettenhund aus höchst traurigen Verhältnissen zu befreien. Die Hündin war stark abgemagert, bei einer Außentemperatur von 29 Grad lag sie an eine viel zu kurzen Kette und hatte weder Wasser noch Futter. Trotz erheblichem Widerstand der Besitzer gelang es mir, die arme Hündin mitzunehmen und ihr so eine Chance auf ein besseres Leben zu geben.
Die Rückfahrt zum Tierheim betrug 134 Kilometer. Nach insgesamt 535 Kilometern war ich gegen 18 Uhr mit den vier geretteten Hunden wieder sicher zurück. Es war ein langer, anstrengender Tag, aber das Glück der geretteten Tiere entschädigt für alle Mühen.